Energieausweise

Seit dem 01.07.2008 sind Energiebedarfsausweise Pflicht. Bei Neubau, Verkauf, Neuvermietung, Verpachtung oder Leasing von Gebäuden muss der Energieausweis den potenziellen Interessenten vorgelegt werden.

  

Energieausweise für den Wohnungs- und Nichtwohnungsbau

 

Die Energiebedarfsausweise sind wie folgt anzufertigen:

 

Gebäudeart

Ausweisart

Wohngebäude ³ 5 WE

Verbrauchs- oder

 

Bedarfsabhängig

Wohngebäude bis 4 WE


-erbaut vor dem 1.11.1977 (Tag der Bauantragstellung)
-unsaniert

Bedarfsabhängig

Wohngebäude bis 4 Wohneinheiten


-saniert mindestens nach Wärmeschutzverordnung 1978

Verbrauchs- oder

 

Bedarfsabhängig

Nichtwohngebäude (Bestand)

Verbrauchsabhängig

 

Es wird zwischen Verbrauchsausweis und Bedarfsausweis unterschieden.

  

Der verbrauchsorientierte Energieausweis stellt die Verbrauchswerte aufgeteilt auf die Energieträger über die letzten drei Jahre dar. Damit wird in erster Linie nicht der Standard des Gebäudes bewertet, sondern das Nutzerverhalten in Bezug auf Energieverbrauch. Der verbrauchsorientierten Energieausweis stellt die energetische Qualität des Gebäudes gering oder überhaupt nicht dar.

  

Der bedarfsorientierte Energieausweis berücksichtigt das individuelle Benutzerverhalten nicht. Für den Energiebedarfsausweis werden normierten Randbedingungen herangezogen und der Energiebedarf berechnet. Mit einem bedarfsorientierten Energieausweis ist eine Vergleichbarkeit der Gebäude gewährleistet. Er ist aufwendiger zu erstellen als der verbrauchsorientierte Energieausweis. So müssen die energetischen Eigenschaften des Gebäudes und der Anlagentechnik – bei Nichtwohngebäuden außer der Heizungstechnik auch Kühlung, Lüftung und Beleuchtung – erfasst werden und der Energiebedarf, unter den in der Energieeinsparverordnung vorgegebenen Randbedingungen, berechnet werden.